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Zero was? Zero Waste!
Zero Waste

Zero was? Zero Waste!

5 einfache Tipps für ein müllfreieres Leben

Zero Waste ist ein nachhaltiges Konzept, das in den letzten Jahren immer mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat, aber was bedeutet das eigentlich konkret?

Ganz weit gefasst bedeutet Zero Waste einfach Müllvermeidung und die sogenannte Zero Waste Bewegung boykottiert die unnötige Müllproduktion in unserer Gesellschaft und hat sich ein Leben ganz ohne Müll als Ziel gesetzt. Und das ist auch richtig so, denn ein EU-Bürger produziert durchschnittlich im Jahr ungefähr 500kg Müll – eine Zahl die beunruhigt und ganz klar zeigt: Wir müssen etwas dagegen tun, denn der Abfall schadet uns und unserer Umwelt enorm!

Aber ist ein Leben ganz ohne Müll nicht ein wahnsinniger Aufwand?

Die klare Antwort: Nein, es ist ganz easy und macht noch dazu Spaß! Deswegen haben wir hier 5 Tipps zusammengestellt, wie du in allen Lebenslagen Müll vermeiden und etwas Gutes für dich, unsere Gesellschaft und die Umwelt tun kannst 🙂

1.Verpackungsfrei einkaufen

Der Verpackungsmüll den wir vom Einkaufen im Supermarkt mit nach Hause schleppen macht bei den meisten Menschen wohl den größten Anteil des produzierten Mülls aus. Doch das kann man ganz einfach vermeiden, zum Beispiel durch das Benutzen von Stoff-/Papierbeutel anstatt Plastiktüten, das Kaufen von losem Gemüse oder das Mitbringen eigener Dosen zum Abpacken von Käse, Wurst oder Fleisch. Yoghurt, Milch und Sahne gibt es häufig auch in Mehrwegglasflaschen anstatt in Plastik verpackt, man muss nur darauf achten. Für “schwierigere” Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Getreide gibt es in vielen großen Städten bereits verpackungsfreie Supermärkte, in denen man sich alle Lebensmittel ganz leicht in seine eigenen Behälter füllen kann – positiver Nebeneffekt: man kauft nur so viel wie man braucht! Auch in Wien gibt es einen verpackungsfreien Supermarkt, den findet ihr hier.

2.Kompostieren

“Aber ich hab doch gar keinen Garten, geschweige denn einen Kompost!” – Braucht ihr auch gar nicht, denn selbst in eurer kleinen Stadtwohnung könnt ihr mit einer sogenannten Wurmkiste eure Abfälle kompostieren. Wie der Name schon erahnen lässt, leben in der Wurmkiste bis zu 3000 Würmer, die nur darauf warten eure Küchenabfälle zu verspeisen. Und sie essen nicht nur euer Essen sondern produzieren dabei auch noch biologischen Dünger, den ihr dann für eure Pflanzen verwenden könnt und nicht kaufen müsst. Weil die Kiste Sauerstoff bekommt, riecht diese, anders als die normale Biotonne noch nicht einmal unangenehm, also worauf wartet ihr noch? Hier findet ihr mehr Informationen darüber, was alles in die Wurmkiste darf und wo ihr sie kaufen könnt.

3.Upcycling

Upcycling bezeichnet eine bestimmte Art der Wiederverwertung von Stoffen, also eine Art Recyclen, nur dass man dabei selbst das Produkt der Wiederverwertung herstellt. Einfach ausgedrückt: aus alt mach neu. So wie die Würmer in der Wurmkiste aus vermeintlichen Abfällen neuen Dünger produzieren, gibt es unendlich viele Möglichkeiten aus scheinbar kaputten, nicht mehr nutzbaren, wertlosen Gegenständen etwas Neues  zu erschaffen, womöglich mit völlig anderem Nutzen. Ob aus kaputten Möbeln, alten Klamotten, nicht funktionsfähigen Küchengeräten oder Verpackungsmüll – aus (fast) allem was ihr nicht mehr gebrauchen könnt, könnt ihr mit ein wenig Kreativität und handwerklicher Geschicklichkeit tolle neue Produkte schaffen – günstig und individuell. Ein paar Anregungen dazu findet ihr hier.

4.DIY – Do it yourself!

Vor allem bei Hygiene- und Haushaltsartikeln wie Shampoo, Seife oder Putzmittel gestaltet es sich schwierig keinen Müll zu produzieren und Produkte ganz ohne Verpackung zu finden. Deshalb gilt hier die Devise: do it yourself! Das ist nicht nur günstiger und müllfrei, sondern du weißt auch ganz genau was drin ist und musst dir keine Gedanken mehr über chemische Zusatzstoffe machen. Auch hier gibt es eine Vielzahl an Anleitungen, wie du ganz easy dein eigenes Deo, Shampoo, Bodylotion oder Putzmittel herstellst, zum Beispiel hier.

5.Vorbereitung ist alles

Ja, das klingt im ersten Moment ein wenig spießig, ist es aber ganz und gar nicht!Dieser Punkt ist auf jeden Fall der einfachste und am schnellsten umsetzbare Tipp von allen: Einkaufsliste schreiben und nur das kaufen, was man auch wirklich braucht – immer den Jutebeutel, den eigenen wiederverwendbaren Kaffebecher und die Trinkflasche dabei haben – ein wenig Vorbereitung macht im Müll-Alltag eine Menge aus. Und wenn dann doch mal was übrig bleibt, gibt es ja inzwischen zum Glück zahlreiche Food-Sharing Plattformen, bei denen das Motto gilt: Sharing is caring 🙂

Wir finden den Zero Waste Gedanken super und wünschen euch viel Spaß beim Müll vermeiden!

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